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Die Entstehung von Rothleiten

Im Zusammenhang mit einer Reform des Heereswesens wurden im Auftrag Maria Theresias im Jahre 1770 jeweils ca. 100-150 Häuser zu einem „Numerierungsabschnitt" zusammengefasst, der auch „Conscriptionsgemeinde" genannt wurde. Zugleich fand eine häuserweise vorgenommene Seelenzählung statt, bei welcher Gelegenheit jedes bewohnte Haus auch eine „Conscriptionsnummer", d.h. Hausnummer, erhielt. Somit ist sowohl die Einführung der Hausnummern als auch die Entstehung der Gemeinden ein Verdienst der grossen Herrscherin Maria Theresia.

Das alles diente der Sicherung des „Rekrutierungs-Systems", wozu 1771 die Einteilung des Landes in Werbbezirke erfolgte. Im Bereich der späteren Gemeinde Rothleiten war für die Gemeinden nördlich des Gamsbaches der Werbbezirk Weyer zuständig, der zum Brucker Kreis gehörte und dem die Numerierungsabschnitte Röthelstein, Gamsgraben, Rothleiten, Laufnitzgraben und Laufnitzdorf unterstanden.

Adriach, Hofamt und Gams hingegen waren dem Werbbezirk Pfannberg zugeteilt. Aufgrund der 1770 erstmals und in den folgenden Jahrzehnten immer wieder vorgenommenen Seelenzählungen wissen wir über die Bevölkerungsentwicklung in diesen sieben Numerierungsabschnitten genau Bescheid. Sie wurden 1850 schliesslich zur Ortsgemeinde Rothleiten zusammengefasst.

Die Tabelle auf Seite 449 zeigt, dass bis 1812 in Folge der Franzosenkriege und der damit verbundenen Seuchen und Hungersnöte in diesen sieben Gemeinden ein Bevölkerungsverlust von 329 Personen eintrat, was 14,5 Prozent oder fast einem Achtel der Bevölkerung entsprach.

Die stärksten Verluste erlitten die Abschnitte Hofamt (31,2%), Gams (24,5%), Laufnitzdorf (22,5%) und Adriach (20,5%). Rothleiten hingegen verzeichnete von 1770 bis 1812 eine Bevölkerungszunahme von 42 Personen oder 21,8%.

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